Fahrradklimatest 2020 - Alarmsignal für Lüneburg und Uelzen

Lüneburg und Uelzen sind beim ADFC-Fahrradklimatest 2020 deutlich schlechter als bei der vorangegangenen Befragung 2018 bewertet worden. Hinter den Durchschnittsnoten vier bzw. vier minus steckt bei 11 (Lüneburg) bzw. 20 (Uelzen) der 27 Einzelfragen die Schulnote "mangelhaft". Sicherheitsrelevante Fragen sind in beiden Städten fast durchgängig als mangelhaft bewertet worden. Mehr Details erfahren Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

Für ein fahrradfreundliches Lüneburg

Wir vertreten die Interessen der Lüneburger RadfahrerInnen, setzen uns dafür ein, dass Radfahren in Lüneburg und Umgebung einfacher, komfortabler und sicherer wird, um vielen Menschen den Umstieg auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern.

Wir wollen eine Radverkehrsförderung, die mehr Menschen motiviert, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen und damit häufiger und längere Strecken zu fahren. Nur so lässt sich der Radverkehrsanteil auf allen zurückgelegten Wegen und die Radverkehrsleistung erhöhen. Dafür muss die Radverkehrsförderung gezielt die Hindernisse beseitigen, die viele Menschen vom Radfahren abhalten, sowie auf die Bedürfnisse der potenziellen Fahrradnutzer eingehen. Wer Angst auf dem Fahrrad hat, fährt stattdessen meistens mit dem PKW.

Deutschlandweit sind 65 % aller Autofahrten kürzer als 5 Kilometer. Mehr als die Hälfte ist sogar kürzer als 2 Kilometer! Das sind Strecken, die man im innerstädtischen Tür-zu-Tür-Verkehr (also einschließlich Parkplatzsuche) mit dem Fahrrad schneller zurücklegen kann als mit dem Kfz. Diese Kurzstreckenfahrten gilt es so weit wie möglich auf das Fahrrad zu verlagern. Lüneburg bietet mit einer maximalen Entfernung von 5 Kilometern zum Stadtzentrum eine sehr gute Voraussetzung dafür.

Wir treffen uns regelmäßig am 1. Dienstag des Monats um 19:30 Uhr im Veranstaltungsraum im 1. Obergeschoss des Öffnet externen Link in neuem FensterHeinrich-Böll-Hauses (Katzenstraße 2 in Lüneburg).
Aufgrund der Vorschriften zur Corona-Abwehr finden aktuell unsere Treffen virtuell statt!
Interessenten schreiben an: ADFC-Meeting[.at.]t-online.de.

Neben verkehrspolitischen Aktivitäten werden regelmäßig Öffnet internen Link im aktuellen FensterRadtouren für jedermann veranstaltet. Der ADFC steht für alle Fragen rund ums Fahrrad zur Verfügung.

Grünpfeil für Radfahrer

Seit dem 28.4.2020 erlaubt die StVO Grünpfeile zum Rechtsabbiegen für Radfahrer. Hier zeigen wir Stellen, an denen wir uns dies vorstellen können.
Wichtig: Bei roter Ampel muss - genauso wie beim Grünpfeil für Kfz - vor dem Abbiegen angehalten werden.

  1. Scholze-Kreuzung
    Hier sind Grünpfeile für die Radwege aus allen drei Richtungen (in nördlicher Richtung gibt es keinen Radweg in der Schießgrabenstraße) sinnvoll. Die Kreuzung ist übersichtlich.
    Das Foto zeigt die Abbiegemöglichkeit von der Lünertorstraße in den Schifferwall. (Zum Vergrößern des Fotos draufklicken.)
Lünertorstraße in Blickrichtung Westen (© Foto: Erwin Habisch)

2. Egersdorffstraße in Richtung Bastionstraße

Bei vom Graalwall nach links in die Bastionstraße abbiegendem Kfz-Verkehr müssen Radfahrer in der Egersdorffstraße hier auch dann stehen bleiben, wenn gar keine vom Graalwall kommenden Radfahrer hier in die Bastionstraße einbiegen. Konflikte mit Kfz gibt es nicht, weil in der Bastionstraße in dieser Richtung ein Fahrradstreifen abmarkiert ist. Fußgänger auf der Fußgängerfurt in der Bastionstraße sind rechtzeitig im Sichtfeld.

Egersdorffstraße Blickrichtung Westen (© Foto: Konrad Bäumer)

3. Kreuzung Soltauer Straße - Scharnhorststraße - Ovelgönner Weg

An dieser Kreuzung sind Grünpfeile für Radfahrer aus allen Richtungen möglich. Die Kreuzung ist übersichtlich.
Der in Richtung Süden führende rechtsseitige Gehweg sollte in einen Radweg umgewidmet werden, da die Überführung auf die linke Seite im Kreuzungsbereich wegen fehlenden Aufstellflächen und gemeinsamer Nutzung mit Fußgängern auf beiden Seiten konfliktträchtig ist und der Gehweg auf der Westseite kaum von Fußgängern genutzt wird. In Höhe Hasenburger Weg ist für die Querung der Soltauer Straße sehr viel mehr Raum vorhanden.

 

Soltauer Straße vor Einmündung Ovelgönner Weg in Blickrichtung Süden (© Foto: Konrad Bäumer)

Sicherheit von Radfahrern

Video des öffentlichen Vortrags von Prof. Dr. jur. Dieter Müller vom Mittwoch, 30. Oktober 2019
hier zum Ansehen

Dieter Müller geht in seinem Vortrag unter anderem auf die rechtlichen Folgen des Mindestabstandes beim Überholen von Radfahrern sowie auf Konflikte beim Abbiegen ein.

Überholen von Radfahrenden unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern

Das Ziel ist klar vorgegeben:
Auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene gibt es klare Vorgaben, dass der Radverkehrsanteil deutlich steigen soll.
In Lüneburg soll der Anteil von Radfahrern mittelfristig 30 % vom gesamten Verkehrsgeschehen ausmachen. Dabei soll sich auch die Sicherheit der Radler erhöhen.

Ein unterschätztes Kriterium, um das Verkehrsmittel Fahrrad zu nutzen, ist die „gefühlte Sicherheit“.
Diese leidet insbesondere dann, wenn sich Radler eine Fläche mit dem motorisierten Verkehr teilen müssen.
Dies gilt auch bei Radfahr- und Schutzstreifen. Sie trennen zwar Auto- und Radverkehr, aber die schnellen Fahrzeuge sind den Radlern beim Überholen oft so nahe, dass Letztere sich bedrängt und gefährdet fühlen. Die Fahrstreifenlösung schneidet trotzdem insgesamt in der realen Verkehrssicherheit besser ab, als der Bordsteinradweg.
Die gefühlte Unsicherheit wird zudem „vererbt“: Nicht selten wird es Kindern nicht erlaubt, mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs zu sein.

Was sagt das Verkehrsrecht dazu?
Der § 5, Absatz 4, Satz 1-3 der neuen Straßenverkehrsordnung vom 28.4.2020 formuliert das präzise:
Wer zum Überholen ausscheren will, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehenden, Rad Fahrenden und Elektrokleinstfahrzeug Führenden beträgt der ausreichende Seitenabstand innerorts mindestens 1,5 m und außerorts mindestens 2 m.
„Mindestabstand“ bedeutet, dass man noch mehr Platz lassen muss, wenn Umstände wie Wind, Steigung, Regen, Alter und Fahrweise des Radfahrers, Glätte und vor allem die gefahrene Geschwindigkeit des Überholenden es erfordern.

Warum der Mindestabstand – auch in Lüneburg – häufig unterschritten wird, könnte an folgenden Gründen liegen:

  1. Der Überholer kennt die Vorschrift nicht.
  2. Der Überholer schätzt den Mindestabstand von 1,50 m falsch ein.
  3. Der Überholer setzt sich aus egoistischen Motiven (Überholen, um schneller voranzukommen) bewusst über diese Regel hinweg.

Burkhard von Roeder (ADFC Lüneburg):
"Ich empfehle den Lüneburger Radfahrern, mit dem Rad nicht am rechten Bordstein zu „kleben“: „Fahrt selbstbewusst ca. 70 Zentimeter bis 1 Meter neben dem Bordstein. Das dient der eigenen Sicherheit und schützt vor zu dichtem Überholen.
So dürfen z.B. in der 20 km/h-Zone der „Neuen Sülze" und der "Salzstraße“ Radfahrer nicht von Kfz überholt werden. Wer hier trotzdem überholt, fährt entweder mit wenigen Zentimetern Abstand am Radfahrer vorbei oder weicht rechtswidrig auf den stadteinwärts führenden Radweg aus.
Unsere gemeinsame Dokumentation mit der Verkehrswacht Lüneburg finden Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

30 Jahre ADFC Lüneburg

Am 1. Juli 1989 kündigte die Landeszeitung für die Lüneburger Heide die Gründungsversammlung der Ortsgruppe Lüneburg des ADFC am 11. Juli an. Am 5. August berichtete sie darüber.
Von Anfang an haben wir uns verkehrspolitisch für die Belange der Radfahrer eingesetzt und Fahrradtouren angeboten.
Was sich seit der Gründung getan hat, ist in einer Festschrift schlaglichtartig dargestellt, die sie Leitet Herunterladen der Datei einhier herunterladen können.

Aktion "Bitte freimachen"

Derzeit werden den Radverkehrswegen etwa 3 Prozent der Verkehrsflächen zugebilligt. Und dieser lächerlich kleine Anteil wird ständig durch geparkte Kraftfahrzeuge blockiert - in Lüneburg beispielsweise an der Neuen Sülze. Da sollte man jedem Parksünder die rote Karte zeigen. Im ADFC-Büro gibt's dafür Postkarten zum hinter-den-Scheibenwischer-Klemmen, und zwar diese hier:

ADFC-Pannenhilfe für Mitglieder

adfc Pannenhilfe

Telefonnr.: 0221/82 77 94 22 - exklusiv für ADFC-Mitglieder (bitte Mitgliedsnummer bereithalten)

Kommunalwahl 2021

Zur Wahl von OberbürgermeisterIn und Stadtrat der Hansestadt Lüneburg haben wir verkehrspolitisch Wahlprüfsteine erarbeitet.

Wir haben Sie an die KandidatInnen und an die im Rat vertretenen Parteien verschickt.

Leitet Herunterladen der Datei einHier kann man sie sich herunterladen und die Kandidaten des eigenen Wahlbezirks befragen.

Infoladen A K T U E L L

Unser Öffnet internen Link im aktuellen FensterInfoladen ist ab 12. Juni wieder Samstags von 10 - 12 Uhr geöffnet.

Fahrradstraßenring abfahren!

© Foto: Tobias Neumann

Wir fahren den Öffnet internen Link im aktuellen FensterFahrradstraßenring jeweils am letzten Freitag im Monat um 16 Uhr ab.
Jeder kann mitfahren und sehen, wie sinnvoll der Fahrradstraßenring ist.
Zur Teilnahme ist eine Anmeldung notwendig.
Bitte senden Sie eine E-Mail mit Name, Telefonnummer, Adresse an info [at] adfc-lueneburg.de oder melden Sie sich mit diesen Daten telefonisch an.

 

Radtourenprogramm 2021

Das neue Radtourenprogramm ist fertig. Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier erfahren Sie näheres.

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