Für ein fahrradfreundliches Lüneburg

Wir vertreten die Interessen der Lüneburger RadfahrerInnen, setzen uns dafür ein, dass Radfahren in Lüneburg und Umgebung einfacher, komfortabler und sicherer wird, um vielen Menschen den Umstieg auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern.

Wir wollen eine Radverkehrsförderung, die mehr Menschen motiviert, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen und damit häufiger und längere Strecken zu fahren. Nur so lässt sich der Radverkehrsanteil auf allen zurückgelegten Wegen und die Radverkehrsleistung erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Radverkehrsförderung gezielt die Hindernisse beseitigen, die viele Menschen vom Radfahren abhalten sowie auf die spezifischen Bedürfnisse der potenziellen Fahrradnutzer eingehen. Lüneburg bietet mit einer maximalen Entfernung von 5 Kilometern zum Stadtzentrum dafür hervorragende Bedingungen.

Wir treffen uns regelmäßig am 1. Dienstag des Monats im Veranstaltungsraum im 1. Obergeschoss des Heinrich-Böll-Hauses um 19 Uhr.

Neben verkehrspolitischen Aktivitäten werden regelmäßig Öffnet internen Link im aktuellen FensterRadtouren für jedermann veranstaltet. Der ADFC steht für alle Fragen rund ums Fahrrad zur Verfügung.

Lüneburger Wandelwoche 2019

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Die dritte Öffnet externen Link in neuem FensterWandelwoche in Lüneburg findet vom 19. bis 25. Oktober 2019 mit den Schwerpunktthemen Gemeinwohl und generationsübergreifendes Zusammenleben statt

Die Wandelwoche ist Teil eines Netzwerkes von Personen und Initiativen, die sich in unterschiedlichen Konstellationen zu Projekten solidarischen und gemeinschaftlichen Wirtschaftens in Lüneburg  zusammenfinden. 

Der ADFC Lüneburg ist eine dieser Initiativen und lädt ein zu gemeinsamen Touren am

  • Montag, 21.10 bis Donnerstag 24.10. jeweils ab 17 Uhr sowie am Freitag 25.10 ab 15 Uhr

unter dem Motto:

Öffnet externen Link in neuem FensterVorfahrt für das Fahrrad - den Fahrradstrassenring in der Innenstadt erobern.

Lüneburgs Innenstadt braucht einen Fahrradstraßenring. Die verkehrsberuhigten Straßen dafür sind schon da. Wir müssen sie nur für den  Radverkehr gewinnen. Wir fahren die Strecke als Fahrradkorso.

Streckenlänge: 2,5 km. Start an der Gerichtslaube auf dem Marktplatz Lüneburg (Rathaus Ecke Ochsenmarkt).

[Hier die Strecke auf OpenStreetMap mit Startpunkt (rot) ansehen]

Überholen von Radfahrenden und Einhalten eines Mindestabstands von 1,50 m – beispielhafte Darstellung in Lüneburg

Gemeinsame Presseerklärung von ADFC Kreisverband Lüneburg und Verkehrswacht Lüneburg e.V.

Das Ziel ist klar vorgegeben: Auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene gibt es klare Vorgaben, dass der Radverkehrsanteil deutlich steigen soll.
In Lüneburg soll der Anteil von Radfahrern mittelfristig 30 % vom gesamten Verkehrsgeschehen ausmachen. Dabei soll sich auch die Sicherheit der Radler erhöhen.

Ein unterschätztes Kriterium, um das Verkehrsmittel Fahrrad zu nutzen, ist die „gefühlte Sicherheit“. Diese leidet insbesondere dann, wenn sich Radler eine Fläche mit dem motorisierten Verkehr teilen müssen.
Dies gilt auch bei Radfahr- und Schutzstreifen. Sie trennen zwar Auto- und Radverkehr, aber die schnellen Fahrzeuge sind den Radlern beim Überholen doch so nahe, dass Letztere sich bedrängt und gefährdet fühlen – obwohl die Fahrstreifenlösung in der realen Verkehrssicherheit besser abschneidet als der Bordsteinradweg.
Die gefühlte Unsicherheit wird zudem „vererbt“: Nicht selten wird es Kindern nicht erlaubt, mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs zu sein.

Was sagt das Verkehrsrecht dazu? Der § 5, Absatz 4, Satz 2 der Straßenverkehrsordnung formuliert noch recht allgemein:
„Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, insbesondere zu den zu Fuß Gehenden und zu den Rad Fahrenden sowie zu den Elektrokleinstfahrzeug [Anmerkung: Das sind E-Roller] Führenden, eingehalten werden.“

Die Rechtsprechung der Gerichte nennt hierzu konkreter einen Mindestabstand von 1,50 m. „Mindestabstand“ bedeutet, dass man noch mehr Platz lassen muss, wenn Umstände wie Wind, Steigung, Regen, Alter und Fahrweise des Radfahrers, Glätte und vor allem die gefahrene Geschwindigkeit des Überholenden es erfordern.

Das Thema rückte im letzten Jahr einmal mehr in den Fokus, als der Tagesspiegel mit dem aufwändigen Projekt „Radmesser“ herausfand, dass der Seitenabstand in mehr als 50 % der Messungen unterschritten wurde. Des Weiteren beauftragte die Unfallforschung der Versicherer Prof. Dr. Dieter Müller mit einem "Öffnet externen Link in neuem FensterRechtsgutachten zu markierten Radverkehrsführungen."
Fazit aus diesem Gutachten:
"Im Einklang mit der bislang einschlägig ergangenen Rechtsprechung sowie dem Grundprinzip der Verkehrssicherheit als oberster Auslegungsmaxime sämtlicher Verhaltensvorschriften der StVO bedarf es bei Überholvorgängen sowie Vorgängen des Vorbeifahrens an Radfahrern unabhängig von der angeordneten Art der Radverkehrsführung eines Mindestseitenabstandes von 1,5 Metern. Kann dieser nicht eingehalten werden, besteht für Fahrzeugführer gem. § 5 Abs. 4 Satz 2 StVO ein so genanntes "faktisches Überholverbot".

Warum der Mindestabstand – auch in Lüneburg – häufig unterschritten wird, könnte an folgenden Gründen liegen

  1. Der Überholer kennt die Vorschrift und/oder den Mindestabstand nicht.
  2. Der Überholer schätzt den Mindestabstand von 1,50 m falsch ein.
  3. Der Überholer setzt sich aus egoistischen Motiven (Überholen, um schneller Voranzukommen) bewusst über diese Regel hinweg.

Burkhard von Roeder (ADFC Lüneburg):
"Ich empfehle den Lüneburger Radfahrern, mit dem Rad nicht am rechten Bordstein zu „kleben“: „Fahrt selbstbewusst ca. 0,70 bis 1,00 m neben dem Bordstein. Das dient der eigenen Sicherheit und schützt vor zu dichtem Überholen.“ So dürfen z.B. auf der 20 km/h-Fahrbahn der „Neuen Sülze/Salzstraße“ Radfahrer nicht von Kfz. überholt werden. Wer hier trotzdem überholt, fährt entweder mit wenigen cm Abstand am Radfahrer vorbei oder weicht rechtswidrig auf den stadteinwärts führenden Radweg aus."

Unsere gemeinsame Dokumentation zu Lüneburg finden Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

Fahrradklimatest 2018

Beim Fahrradklimatest 2018 haben bundesweit 170.000 Menschen – das sind 40 % mehr als bei der letzten Umfrage 2016 – teilgenommen und Öffnet externen Link in neuem Fenster683 Städte bewertet.

Lüneburg hat mit 103 Teilnehmern pro zehntausend Einwohner eine hervorragende Beteiligung. Die Teilnehmerzahl ist im Vergleich zu 2016 um mehr als 200 auf 777 gestiegen.
Leider sind die Urteile bei 19 von 27 Fragen schlechter als 2016 ausgefallen.
Bei keiner einzigen Frage hat sich die Bewertung verbessert.
Als mangelhaft beurteilt wurden die Breite der Radwege mit 4,7 sowie mit jeweils 4,6 die Falschparkerkontrolle auf Radwegen, Fahrradmitnahme in Öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrraddiebstahl.
Auch insgesamt verschlechterte sich das Urteil leicht von 3,6 auf 3,8.
Lüneburg konnte seinen Rang unter den Mittelstädten von Platz 28 (von 98) auf Platz 26 (von 106) nur deshalb verbessern, weil andere Städte noch schlechter beurteilt wurden. Es liegt jetzt im obersten Viertel.

Die detaillierte Auswertung zu Lüneburg
finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

... täglich grüßen falsch geparkte Fahrzeuge auf Lüneburgs Geh- und Radwegen - und niemand unternimmt etwas dagegen. Das kommt schlecht an bei Lüneburgs Radlern. (© Foto: Erwin Habisch).

Fahrradklimatest 2018 in Uelzen

Auch Uelzen hat mit 97 Teilnehmern pro zehntausend Einwohner eine hervorragende Beteiligung. Hier hat sich die Teilnehmerzahl mit jetzt 315 gegenüber 19 Teilnehmern 2016 fast versiebzehnfacht. Mit dieser sehr guten Beteiligung kommt Uelzen souverän zum ersten Mal in die Auswertung.

Leider fällt auch in Uelzen das Urteil nicht gut aus. Mit der Gesamtnote 3,8 hat Uelzen die gleiche Gesamtnote wie Lüneburg. Bei den Kleinstädten gibt es mehr besser bewertete Orte als bei den Mittelstädten. Uelzen liegt auf Platz 137 (von 311) deshalb nur etwas besser als der Durchschnitt. Als mangelhaft bewertet wurden öffentliche Fahrräder mit 4,7 und geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung mit 4,6.

Die detaillierte Auswertung zu Uelzen
finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

Wie fahrradfreundlich eine Stadt sein kann, können Sie in einer ZDF-Dokumentation Öffnet externen Link in neuem Fensterhier sehen.

Aktion "Bitte freimachen"

Derzeit werden den Radverkehrswegen etwa 3 Prozent der Verkehrsflächen zugebilligt. Und dieser lächerlich kleine Anteil wird ständig durch geparkte Kraftfahrzeuge noch blockiert - in Lüneburg beispielsweise an der Neuen Sülze. Da sollte man jedem Parksünder die rote Karte zeigen. Im ADFC-Büro gibt's dafür Postkarten zum hinter-den-Scheibenwischer-Klemmen, und zwar diese hier:

(Für weitere Informationen auf das Bild klicken.)

ADFC-Pannenhilfe für Mitglieder

adfc Pannenhilfe

Telefonnr.: 0221/82 77 94 22 - exklusiv für ADFC-Mitglieder (bitte Mitgliedsnummer bereithalten)

Überholen von Radfahrenden

und Einhalten eines Mindestabstands von 1,50 m

Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. jur. Dieter Müller
am Mittwoch, 30. Oktober, 15:00 Uhr
im Öffnet externen Link in neuem FensterHörsaal 3 der Leuphana Universität

Dieter Müller ist Professor für Straßenverkehrsrecht und trägt mit seinen zahlreichen Ehrenämtern viel für die Verkehrssicherheit in Deutschland bei. 2015 erhielt er die Auszeichnung „Goldener Dieselring“ für die verkehrswissenschaftliche Forschung im Bereich der Verkehrssicherheit. Dieter Müller ist Autor/Co-Autor von mehr als 800 Publikationen.

Er wird in seinem Vortrag auf Gefährdung und Schutz von Radfahrenden aus juristischer Perspektive hinsichtlich des Mindestabstandes 1,50 m und Konflikten beim Abbiegen eingehen.

30 Jahre ADFC Lüneburg

Am 1. Juli 1989 kündigte die Landeszeitung für die Lüneburger Heide die Gründungsversammlung der Ortsgruppe Lüneburg des ADFC am 11. Juli an. Am 5. August berichtete sie darüber.
Von Anfang an haben wir uns verkehrspolitisch für die Belange der Radfahrer eingesetzt und Fahrradtouren angeboten. Was sich seit der Gründung getan hat, ist in einer Festschrift schlaglichtartig dargestellt, die sie Leitet Herunterladen der Datei einhier herunterladen können.

Knolle statt Knöllchen

Der ADFC und weitere Verbände setzen sich mit der Petition "Öffnet externen Link in neuem FensterKnolle statt Knöllchen! Bußgelder für Falschparker drastisch anheben!" für eine deutliche Erhöhung der Bußgelder für das Zuparken von Rad- und Fußwegen sowie von Feuerwehrzufahrten ein.
Weitere Informationen finden Sie beim Öffnet externen Link in neuem FensterADFC-Bundesverband.

Den vollständigen Text der Petition können Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier herunterladen.

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