Für ein fahrradfreundliches Lüneburg

Wir vertreten die Interessen der Lüneburger RadfahrerInnen, setzen uns dafür ein, dass Radfahren in Lüneburg und Umgebung einfacher, komfortabler und sicherer wird, um vielen Menschen den Umstieg auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern.

Wir wollen eine Radverkehrsförderung, die mehr Menschen motiviert, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen und damit häufiger und längere Strecken zu fahren. Nur so lässt sich der Radverkehrsanteil auf allen zurückgelegten Wegen und die Radverkehrsleistung erhöhen. Dafür muss die Radverkehrsförderung gezielt die Hindernisse beseitigen, die viele Menschen vom Radfahren abhalten, sowie auf die Bedürfnisse der potenziellen Fahrradnutzer eingehen. Wer Angst auf dem Fahrrad hat, fährt stattdessen meistens mit dem PKW.

Deutschlandweit ist die Hälfte aller Autofahrten kürzer als 5 Kilometer. Das ist eine Strecke, die man im innerstädtischen Tür-zu-Tür-Verkehr (also einschließlich Parkplatzsuche) mit dem Fahrrad schneller zurücklegen kann als mit dem KFZ. Diese Kurzstreckenfahrten gilt es so weit wie möglich auf das Fahrrad zu verlagern. Lüneburg bietet mit einer maximalen Entfernung von 5 Kilometern zum Stadtzentrum eine sehr gute Voraussetzung dafür.

Wir treffen uns regelmäßig am 1. Dienstag des Monats um 19:30 Uhr im Veranstaltungsraum im 1. Obergeschoss des Öffnet externen Link in neuem FensterHeinrich-Böll-Hauses (Katzenstraße 2 in Lüneburg).

Neben verkehrspolitischen Aktivitäten werden regelmäßig Öffnet internen Link im aktuellen FensterRadtouren für jedermann veranstaltet. Der ADFC steht für alle Fragen rund ums Fahrrad zur Verfügung.

Grünpfeil für Radfahrer

Seit dem 28.4.2020 erlaubt die StVO Grünpfeile zum Rechtsabbiegen für Radfahrer. Hier zeigen wir Stellen, an denen wir uns dies vorstellen können.
Wichtig: Bei roter Ampel muss - wie beim Grünpfeil für Kfz - vor dem Abbiegen angehalten werden.

  1. Scholze-Kreuzung
    Hier sind Grünpfeile für die Radwege aus allen drei Richtungen (in nördlicher Richtung gibt es keinen Radweg in der Schießgrabenstraße) sinnvoll.
    Das Foto zeigt die Abbiegemöglichkeit von der Lünertorstraße in den Schifferwall. (Zum Vergrößern des Fotos draufklicken.)
Lünertorstraße in Blickrichtung Westen (© Foto: Erwin Habisch)

Wandelwoche Lüneburg 2020

"Teilen tut gut“

Die vierte Öffnet externen Link in neuem FensterWandelwoche in Lüneburg findet vom 24. bis zum 31. Oktober 2020 statt.

Die Wandelwoche ist Teil eins Netzwerkes von Personen und Initiativen, die sich in unterschiedlichen Konstellationen zu Projekten solidarischen und gemeinschaftlichen Wirtschaftens in Lüneburg  zusammenfinden. 

Der ADFC Lüneburg ist eine dieser Initiativen und bietet Informationen zum Radverkehr und lädt zur gemeinsamen Tour am Freitag 30.10. um 15:00 Uhr
unter dem Motto:
Öffnet externen Link in neuem FensterVorfahrt für das Fahrrad - den Fahrradstrassenring in der Innenstadt erobern.

Lüneburgs Innenstadt braucht einen Fahrradstraßenring. Die verkehrsberuhigten Straßen dafür sind schon da. Wir müssen sie nur für den  Radverkehr gewinnen. Wir fahren die Strecke drei Mal hinterienander als Fahrradkorso.

Streckenlänge insgesamt ca. 7,5 km. Start auf dem Marktplatz Lüneburg.

(Zum Vergrößern auf Karte klicken)

Überholen von Radfahrenden unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern

Das Ziel ist klar vorgegeben:
Auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene gibt es klare Vorgaben, dass der Radverkehrsanteil deutlich steigen soll.
In Lüneburg soll der Anteil von Radfahrern mittelfristig 30 % vom gesamten Verkehrsgeschehen ausmachen. Dabei soll sich auch die Sicherheit der Radler erhöhen.

Ein unterschätztes Kriterium, um das Verkehrsmittel Fahrrad zu nutzen, ist die „gefühlte Sicherheit“.
Diese leidet insbesondere dann, wenn sich Radler eine Fläche mit dem motorisierten Verkehr teilen müssen.
Dies gilt auch bei Radfahr- und Schutzstreifen. Sie trennen zwar Auto- und Radverkehr, aber die schnellen Fahrzeuge sind den Radlern beim Überholen oft so nahe, dass Letztere sich bedrängt und gefährdet fühlen. Die Fahrstreifenlösung schneidet trotzdem insgesamt in der realen Verkehrssicherheit besser ab, als der Bordsteinradweg.
Die gefühlte Unsicherheit wird zudem „vererbt“: Nicht selten wird es Kindern nicht erlaubt, mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs zu sein.

Was sagt das Verkehrsrecht dazu?
Der § 5, Absatz 4, Satz 1-3 der neuen Straßenverkehrsordnung vom 28.4.2020 formuliert das präzise:
Wer zum Überholen ausscheren will, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehenden, Rad Fahrenden und Elektrokleinstfahrzeug Führenden beträgt der ausreichende Seitenabstand innerorts mindestens 1,5 m und außerorts mindestens 2 m.
„Mindestabstand“ bedeutet, dass man noch mehr Platz lassen muss, wenn Umstände wie Wind, Steigung, Regen, Alter und Fahrweise des Radfahrers, Glätte und vor allem die gefahrene Geschwindigkeit des Überholenden es erfordern.

Warum der Mindestabstand – auch in Lüneburg – häufig unterschritten wird, könnte an folgenden Gründen liegen:

  1. Der Überholer kennt die Vorschrift nicht.
  2. Der Überholer schätzt den Mindestabstand von 1,50 m falsch ein.
  3. Der Überholer setzt sich aus egoistischen Motiven (Überholen, um schneller voranzukommen) bewusst über diese Regel hinweg.

Burkhard von Roeder (ADFC Lüneburg):
"Ich empfehle den Lüneburger Radfahrern, mit dem Rad nicht am rechten Bordstein zu „kleben“: „Fahrt selbstbewusst ca. 70 Zentimeter bis 1 Meter neben dem Bordstein. Das dient der eigenen Sicherheit und schützt vor zu dichtem Überholen.
So dürfen z.B. in der 20 km/h-Zone der „Neuen Sülze" und der "Salzstraße“ Radfahrer nicht von Kfz überholt werden. Wer hier trotzdem überholt, fährt entweder mit wenigen Zentimetern Abstand am Radfahrer vorbei oder weicht rechtswidrig auf den stadteinwärts führenden Radweg aus.
Unsere gemeinsame Dokumentation mit der Verkehrswacht Lüneburg finden Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

Fahrradklimatest 2018

Beim Fahrradklimatest 2018 haben bundesweit 170.000 Menschen – das sind 40 % mehr als bei der letzten Umfrage 2016 – teilgenommen und Öffnet externen Link in neuem Fenster683 Städte bewertet.

Lüneburg hat mit 103 Teilnehmern pro zehntausend Einwohner eine hervorragende Beteiligung. Die Teilnehmerzahl ist im Vergleich zu 2016 um mehr als 200 auf 777 gestiegen.
Leider sind die Urteile bei 19 von 27 Fragen schlechter als 2016 ausgefallen.
Bei keiner einzigen Frage hat sich die Bewertung verbessert.
Als mangelhaft beurteilt wurden die Breite der Radwege mit 4,7 sowie mit jeweils 4,6 die Falschparkerkontrolle auf Radwegen, Fahrradmitnahme in Öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrraddiebstahl.
Auch insgesamt verschlechterte sich das Urteil leicht von 3,6 auf 3,8.
Lüneburg konnte seinen Rang unter den Mittelstädten von Platz 28 (von 98) auf Platz 26 (von 106) nur deshalb verbessern, weil andere Städte noch schlechter beurteilt wurden. Es liegt jetzt im obersten Viertel.

Die detaillierte Auswertung zu Lüneburg
finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

... täglich grüßen falsch geparkte Fahrzeuge auf Lüneburgs Geh- und Radwegen - und niemand unternimmt etwas dagegen. Das kommt schlecht an bei Lüneburgs Radlern. (© Foto: Erwin Habisch).

Fahrradklimatest 2018 in Uelzen

Auch Uelzen hat mit 97 Teilnehmern pro zehntausend Einwohner eine hervorragende Beteiligung. Hier hat sich die Teilnehmerzahl mit jetzt 315 gegenüber 19 Teilnehmern 2016 fast versiebzehnfacht. Mit dieser sehr guten Beteiligung kommt Uelzen souverän zum ersten Mal in die Auswertung.

Leider fällt auch in Uelzen das Urteil nicht gut aus. Mit der Gesamtnote 3,8 hat Uelzen die gleiche Gesamtnote wie Lüneburg. Bei den Kleinstädten gibt es mehr besser bewertete Orte als bei den Mittelstädten. Uelzen liegt auf Platz 137 (von 311) deshalb nur etwas besser als der Durchschnitt. Als mangelhaft bewertet wurden öffentliche Fahrräder mit 4,7 und geöffnete Einbahnstraßen in Gegenrichtung mit 4,6.

Die detaillierte Auswertung zu Uelzen
finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

Wie fahrradfreundlich eine Stadt sein kann, können Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier sehen.

Aktion "Bitte freimachen"

Derzeit werden den Radverkehrswegen etwa 3 Prozent der Verkehrsflächen zugebilligt. Und dieser lächerlich kleine Anteil wird ständig durch geparkte Kraftfahrzeuge noch blockiert - in Lüneburg beispielsweise an der Neuen Sülze. Da sollte man jedem Parksünder die rote Karte zeigen. Im ADFC-Büro gibt's dafür Postkarten zum hinter-den-Scheibenwischer-Klemmen, und zwar diese hier:

(Für weitere Informationen auf das Bild klicken.)

ADFC-Pannenhilfe für Mitglieder

adfc Pannenhilfe

Telefonnr.: 0221/82 77 94 22 - exklusiv für ADFC-Mitglieder (bitte Mitgliedsnummer bereithalten)

AKTUELL - Touren + Infoladen mit Corona-Regeln

Wegen der aktuellen Corona-Infektionsgefahr können wir auf Grund der öffentlichen Allgemeinverfügungen nur Radtouren unter Auflagen mit begrenzter Teilnehmerzahl durchführen. Näheres dazu Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

Unser Infoladen wird ab Samstag, 4. Juli wieder jeden Samstag von 10-12 Uhr unter Einhaltung der Hygieneregeln (Einhalten des Mindestabstands, Tragen von Mund-/Nasenschutz) geöffnet sein.

Infomaterial, Warnwesten und Landkarten können auch per E-Mail bestellt werden bei:

info(..at..)adfc-lueneburg.de

StVO-Novelle in Kraft getreten

Die Reform der Straßenverkehrs-Ordnung ist am Dienstag, 28. April 2020, in Kraft getreten.
Sie enthält deutliche Bußgelderhöhungen und zusätzlich Punkte in Flensburg bei Verstößen. Ein Schritt in die richtige Richtung.
Weitere Informationen des ADFC finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.
Weitere Informationen mit den neuen Verkehrszeichen finden Sie auf der Seite des Öffnet externen Link in neuem FensterBMVI.

Am 14.5.2020 - gerade mal rund zwei Wochen später - will Minister Scheuer Strafen für Raser auf Bußgeld beschränken. Dann könnten Autofahrende in einer Tempo 30-Zone wieder mit bis zu 58 km/h fahren, ohne dass ihnen ein einmonatiges Fahrverbot droht. Informationen dazu finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.
In einer Petition fordern aktuell 150.000 Autofahrer ein vermeintliches Recht auf ungestraftes zu schnell Fahren ein. Rücksichtslose Raser scheinen jetzt dem Verkehrsminister wichtiger zu sein, als die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern.

Dagegen können Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier protestieren.
Bitte unterstützen Sie die Petition. Damit geben Sie auch ein Signal gegen Rücksichtslosigkeit.

 

Fahrradstraßenring abfahren!

© Foto: Tobias Neumann

Wir fahren den Öffnet internen Link im aktuellen FensterFahrradstraßenring jeweils am letzten Freitag im Monat ab.
Jeder kann mitfahren und sehen, wie sinnvoll der Fahrradstraßenring ist.

Wegen der Allgemeinverfügungen zur Verringerung der Ausbreitung des Corona-Virus ist vorerst eine Anmeldung per E-Mail oder per Telefon beim jeweiligen Tourenleiter erforderlich.

Wir starten am

  • 31. Juli um 16 Uhr
  • 28. August um 16 Uhr
  • 25. September um 16 Uhr
  • 30. Oktober um 15 Uhr
  • 27. November um 15 Uhr
  • 18. Dezember um 15 Uhr

auf dem Marktplatz vor dem Rathaus an der Gerichtslaube (Ecke Ochsenmarkt).

Sicherheit von Radfahrern

Video des öffentlichen Vortrags von Prof. Dr. jur. Dieter Müller vom Mittwoch, 30. Oktober 2019
hier zum Ansehen

Dieter Müller geht in seinem Vortrag unter anderem auf die rechtlichen Folgen des Mindestabstandes beim Überholen von Radfahrern sowie auf Konflikte beim Abbiegen ein.

30 Jahre ADFC Lüneburg

Am 1. Juli 1989 kündigte die Landeszeitung für die Lüneburger Heide die Gründungsversammlung der Ortsgruppe Lüneburg des ADFC am 11. Juli an. Am 5. August berichtete sie darüber.
Von Anfang an haben wir uns verkehrspolitisch für die Belange der Radfahrer eingesetzt und Fahrradtouren angeboten. Was sich seit der Gründung getan hat, ist in einer Festschrift schlaglichtartig dargestellt, die sie Leitet Herunterladen der Datei einhier herunterladen können.

© 2020 ADFC Lüneburg