Verkehrspolitik

Wir arbeiten dafür, die Bedingungen für RadfahrerInnen in Stadt und Landkreis Lüneburg zu verbessern. Dazu nehmen wir als beratende Mitglieder am Öffnet externen Link in neuem FensterVerkehrsausschuss des Lüneburger Stadtrates und am Öffnet externen Link in neuem FensterAusschuss für Wirtschaft, Touristik, Verkehrsplanung und ÖPNV des Landkreises Lüneburg teil. Wir bringen konkrete Anliegen zur Verbesserung des Fahrradklimas bei Stadt, Landkreis und Gemeinden vor und erörtern mit den zuständigen Verkehrsplanern Lösungsvorschläge und versuchen durch öffentliche Aktionen, das Bewusstsein für die Belange der Radfahrer zu stärken.

Die aktuellen Verkehrspolitischen Positionen des ADFC finden sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier. Diese Broschüre (48 Seiten Umfang) können Sie wahlweise farbig oder mit schwarzer Schrift herunterladen.

Darin finden Sie auf zwei Seiten die ADFC-Infrastrukturleitlinien. Leitet Herunterladen der Datei einHier können Sie sie separat herunterladen und lesen.

Kampagne #MehrPlatzFürsRad

Mehr Radverkehr ist die Lösung bei Stau, dicker Luft und Fahrverboten. Steigen mehr Menschen auf das Fahrrad um, ist das gut für alle. Wie das gelingt, zeigt der ADFC in diesem Jahr seit dem 9. April mit einer großen bundesweiten Mitmachkampagne.
Auch in Lüneburg brauchen wir Öffnet externen Link in neuem FensterMehrPlatzFürsRad - unter anderem einen innerstädtischen Fahrradstraßenring. 

Ziel: Mehr Platz für gute Radwege, sichere Kreuzungen und viel mehr qualitativ zufriedenstellende Fahrradparkplätze - vor allem in der Innenstadt.

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Sicherheit im Radverkehr

© Foto: Kirsten Jandt

Radfahrer brauchen durchgängig sichere ausreichend dimensionierte Verkehrswege. Das gibt es bisher in keiner einzigen deutschen Stadt.
Auch in Lüneburg ist dafür noch viel zu tun.

Die überwältigende Mehrheit der Fahrradbesitzer läßt meistens das Fahrrad stehen, weil sie sich unsicher fühlt. Die ständige Mißachtung von Sicherheitsabständen durch Kraftfahrzeugführer ist einer der wichtigsten Gründe dafür. Radfahrer werden teils mit wenigen Zentimetern Abstand überholt und an den Bordstein abgedrängt. Öffnet externen Link in neuem FensterIm schlimmsten Fall kommt es zu tödlichen Unfällen. Wo es in Lüneburg in den vergangenen Jahren Unfälle mit Verletzten und Toten gab, können Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier erfahren.

Was ist ein guter Radweg? Der Initiator des Berliner Rad-Entscheids Peter Feldkamp hat das so formuliert: "Ein Radweg ist dann ein guter Radweg, wenn ich ihn benutzen kann, wenn er breit genug ist zum Überholen und wenn ich ohne Probleme meine zehnjährige Tochter darauf fahren lassen würde."

Kraftfahrzeuge müssen mindestens 1,5 Meter Abstand beim Vorbeifahren an Radfahrern einhalten. Das bedeutet, dass Kraftfahrzeugfahrer Radfahrer auf einer Straße mit nur einer Fahrspur je Fahrtrichtung bei Gegenverkehr nicht überholen dürfen. Das hat die Unfallforschung der Versicherer in einem Rechtsgutachten festgestellt. Nachzulesen auf Öffnet externen Link in neuem Fensterder Homepage der UDV.

Damit Lüneburgs Autofahrer diesen Sicherheitsabstand nicht ständig "vergessen", kann man jetzt bei uns im Öffnet internen Link im aktuellen FensterInfoladen gelbe Warnwesten erwerben, die darauf hinweisen.

Dass Abstände von weniger als 50 Zentimetern auch bei uns vorkommen sieht man hier:

Wenn Autofahrer Sicherheitsabstand nicht einmal buchstabieren können ... (3 Meter Fahrbahnbreite) © Foto: Christian Schaper

Im Bild ein Fahrzeug, das mit flottem Tempo einer Gruppe hintereinander fahrender Radler entgegenrauschte und mit einem Abstand von weniger als 50 Zentimetern ohne einen Zentimeter auszuweichen die Gruppe passierte.

Radfahrer müssen nach geltender Rechtsprechung zum rechten Fahrbahnrand und zu parkenden Kraftfahrzeugen genügend Sicherheitsabstand einhalten:
Um bei einem unverschuldeten Unfall den Anspruch auf Schmerzensgeld nicht zu verlieren, müssen sie zu parkenden Kraftfahrzeugen mindestens 1,20 Meter Abstand halten. Dabei ist der Abstand ab äußerstem Rand des KFZ-Rückspiegels zum rechten Ende des Fahrradlenkers maßgeblich. Auf dem Oedemer Weg sollte man also den Angebotsstreifen - so heißt der Radschutzstreifen offiziell - im Bereich des unmittelbar angrenzenden Parkstreifens rechts neben sich liegen lassen. Dies ergibt sich aus einem Öffnet externen Link in neuem FensterUrteil des OVG Lüneburg vom 25.7.2018.
Zum rechten Fahrbahnrand sollte der Abstand 0,75-1 Meter betragen.

Schmale Streifen als Gefahrenquelle: Schutzstreifen für den Radverkehr
sind laut einer neuen Studie der Unfallforschung der Versicherer Öffnet externen Link in neuem Fenster(die Sie hier herunterladen können) überwiegend kein Schutz für Radfahrer:
"Beim Überholen von Radfahrern auf den Streifen unterschreitet fast jedes zweite Kraftfahrzeug den Seitenabstand von 150 cm. ... Lkw und Busse fuhren nochmal deutlich häufiger sehr dicht an den Radfahrern vorbei. ... Die überholenden Kraftfahrzeuge orientieren sich vor allem an den Markierungen auf der Fahrbahn."
Besonders negativ fallen die Schutzstreifen bei Unfällen mit parkenden Fahrzeugen auf:
"Ein stark erhöhtes Unfallrisiko für Radfahrer zeigte sich dabei insbesondere für schmale Anlagen und für Strecken, neben denen geparkt wird. Insbesondere Anlagen unterhalb der Regelmaße der Richtlinien (Radfahrstreifen unter 1,85 m und Schutzstreifen unter 1,5 m Breite) wiesen besonders hohe Unfallraten auf."

Weitere Informationen zum Verkehrsrecht für Radfahrende finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

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Critical Mass in Lüneburg

"Critical Mass ist ein gemütliches Miteinander-Fahren, das in Lüneburg jeden 1. Montag im Monat um 19:30 Uhr stattfindet. Gestartet wird am Bahnhof und danach ist alles offen. Wer vorne fährt, bestimmt den Weg!"
Weitere Informationen findet man auf der Homepage von Critical Mass.

Es handelt sich nicht um eine Veranstaltung des ADFC.

Radverkehrsplanung der Universität Lüneburg für Stadt und Region Lüneburg

An der Leuphana Universität Lüneburg wurde am Öffnet externen Link in neuem FensterInstitut für Stadt- und Kulturraumforschung unter der Leitung von Professor Peter Pez von 67 Studenten eine Studie zu Radverkehrshindernissen und möglichen Radnebenrouten abseits der Hauptverkehrsstraßen erarbeitet. Die Ergebnisse von zehn Arbeitsgruppen und eine Einzelstudie zu Bardowick analysieren nach Problemfeldern gegliedert das Stadtgebiet und alle Stadtrandgemeinden Lüneburgs.
Die Studie wurde am 26.6.2018 öffentlich in der Universität präsentiert.
Die vollständige Studie finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

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