Murks bei der Infrastruktur

Wir finden nicht alles, was unbedingt verbessert werden müßte. Hier haben wir nur ein paar Beispiele dargestellt. Wer weitere Mängel kennt, kann sie uns mit Bild per Mail mitteilen.

Bitte diese Mängel unbedingt auch direkt im Portal "Sag's uns einfach" der Stadt Lüneburg eintragen.
Hier geht's zum Formular:

Öffnet externen Link in neuem FensterSag's uns einfach

Slalomabfahrt im Moldenweg

Gut gemeint ist machmal das Gegenteil von gut – so im Moldenweg zu sehen. An der Stöteroggestraße beginnend hat man im oberen Teil einen Schutzstreifen, im unteren Teil einen Radfahrstreifen abmarkiert. Die Wegbreite schwankt zwischen 1,90 und 1,24 Metern. Im Bereich eines PKW-Parkstreifens auf der Gegenspur verschwenkt der Schutzstreifen zwei Mal (vorher und nachher - siehe Foto) mit sehr kleinem Radius, was angesichts des erheblichen Gefälles ausgesprochen gefährlich ist.

Teststrecke für Slalomskifahren? © Foto: Kirsten Jandt

Der Sicherheitsstreifen zwischen Fahrradstreifen und PKW-Parkstreifen ist nur um die 60 cm breit (55 - 65 cm / abschüssig schmaler werdend) - viel zu wenig zum Schutz vor Dooring-Unfällen. Zur Verhinderung solcher Unfälle verlangt das OVG Lüneburg in einem Grundsatzurteil von Radfahrern mindestens 1 Meter Abstand zu parkenden PKWs zu halten.
Parkplätze sind hier anscheinend wichtiger als die Sicherheit von Radfahrenden.
Autofahrer kapieren nichts und fahren auf dem Radschutzstreifen.

Neue Fahrspur für Autofahrer, die rot sehen? © Foto: Kirsten Jandt

Im unteren Teil beträgt die Breite des Radfahrstreifens auf den letzten ca. 50 Metern nur 1,24 Meter. Dafür gibt es dort aber drei Richtungsfahrspuren zur Kreuzung mit der Hamburger Straße für Pkw. Fahrradfreundlich sieht anders aus.

Ein neuer Parkstreifen für LKW? © Foto: Kirsten Jandt

Radweg ?

Am Lösegraben wurde der gemeinsame Weg für Fußgänger und Radfahrer in den vergangenen Jahren gut ausgebaut.
Mangelhaft sind die Zufahrten. Entweder sind sie sehr steil und damit für Rollstuhlfahrer und Radfahrer mit schwacher Kondition eine Zumutung. Oder sie sind gar nicht vorhanden - wie hier an der Scholze-Kreuzung. Statt einer Rampe ist hier nur eine Treppe mit Schieberille auf einer Seite vorhanden. Abwärts geht es nur für Linkshänder. Aufwärts sieht es auch nicht besser aus: Die Schieberille ist so unfachmännisch gebaut, dass man unten mit einer Pedale hängen bleiben kann.
An Rollatornutzer, Rollstuhlfahrer und Kinderwagen hat man gar nicht gedacht.

Abgang zum Lösegrabenweg an der Scholze-Kreuzung © Foto: Konrad Bäumer

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