Murks bei der Infrastruktur

Wir finden nicht alles, was unbedingt verbessert werden müßte. Hier haben wir nur ein paar Beispiele dargestellt. Wer weitere Mängel kennt, kann sie uns mit Bild per Mail mitteilen.

Bitte diese Mängel unbedingt auch direkt im Portal "Sag's uns einfach" der Stadt Lüneburg eintragen.
Hier geht's zum Formular:

Öffnet externen Link in neuem FensterSag's uns einfach

Radweg ?

Am Lösegraben wurde der gemeinsame Weg für Fußgänger und Radfahrer in den vergangenen Jahren gut ausgebaut. Mangelhaft sind die Zufahrten. Entweder sind sie sehr steil und damit für Rollstuhlfahrer und Radfahrer mit schwacher Kondition eine Zumutung. Oder sie sind gar nicht vorhanden - wie hier an der Scholze-Kreuzung. Statt einer Rampe ist hier nur eine Treppe mit Schieberille auf einer Seite vorhanden. Abwärts geht es nur für Linkshänder. Aufwärts sieht es auch nicht besser aus: Die Schieberille ist so unfachmännisch gebaut, dass man unten mit einer Pedale hängen bleiben kann.

Abgang zum Lösegrabenweg an der Scholze-Kreuzung © Foto: Konrad Bäumer

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Unnötige Hürden für Radler

Radfahrende die von der Altenbrückertorstraße kommend weiter auf der Straße "An der Wittenberger Bahn" fahren und dann auf dem kurz darauf von der Straße rechts abzweigenden gemeinsamen Fuß- und Radweg entlang des Lösegrabens weiterfahren wollen, haben ein Problem:
Der Übergang von der Fahrbahn auf diesen Weg ist mit einem niedrigen Bordstein gebaut, der zu überfahren ist. Dies birgt im spitzen Winkel Sturzgefahr. Der Radfahrende muss also einen Schlenker nach links zu fahren um dann diese unnötige Hürde im rechten Winkel zu überwinden.

Diese Hürde ist umgehend zu beseitigen, indem der Bordstein entfernt wird.

Eine entsprechende Meldung auf dem städtischen Portal "Sag's uns" vom 18. Juni ist jetzt - nach annähernd einem halben Jahr - noch nicht beantwortet worden.

Zwischenzeitlich haben "Heinzelmännchen" hier eine provisorische Miniaturrampe hinbetoniert.

Im Hintergund sieht man dicht stehende Pfosten, die Fahrradanhänger und Lastenräder aussperren. Sieht so eine fahrradfreundliche "Zukunftsstadt" aus?

Bordstein als unnötiges Hindernis für den Radverkehr © Foto: Uwe Wenk

Radverkehrshauptroute stillgelegt

Ein Benutzungspflichtiger Radweg endet wenige Meter nach seiner Ausweisung im Nichts - Absicherung = Fehlanzeige © Foto: Erwin Habisch

Am Handwerkerplatz wurde vom 31. Juli an ein Gebäude abgerissen. Bis zum 12. August war die baustellenbedingte Verkehrsregelung eine Gefährdung für Radfahrer. Sie verstieß gegen geltendes Straßenverkehrsrecht.

Die Straßenverkehrsordnung von 1997 sieht in § 2 eindeutig vor, wie hier zu verfahren ist:

Wenn es keine benutzungspflichtigen Radwege gibt, ist der Radverkehr auf der Straße zu führen. Baustellen sind so abzusichern, dass kein Verkehrsteilnehmer gefährdet wird.

Radfahrer dazu zu zwingen abzusteigen widerspricht geltendem Verkehrsrecht. Genau so hat aber das Ordnungsamt entschieden.

Damit wurden außer geltendem Verkehrsrecht sowohl die Sicherheit der Radfahrer als auch die geltenden Radverkehrskonzepte der Stadt Lüneburg mißachtet.

Die Lindenstraße ist nicht nur im aktuellen Radverkehrskonzept 2030, sondern schon im Radverkehrskonzept 2015 als Radverkehrshauptroute ausgewiesen.

Schon im Dezember 1990 beschloss der Rat der Stadt Lüneburg ein Verkehrskonzept in dem es klar und eindeutig heißt: "Vorfahrt für das Fahrrad."

Lüneburg braucht Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer – und zwar immer.

Wie man Baustellen richtig absichert, ist mehrfach beschrieben worden. Man kann es hier lesen (mit Checklisten - Bayern + Baden-Württemberg) ... oder Öffnet externen Link in neuem Fensterhier lesen (NRW).

 

Sehr viel Platz für Kraftfahrzeuge - Kein Platz für Radfahrer

3 Fahrspuren in Richtung Handwerkerplatz für Kraftfahrzeuge - kein Verkehrsweg für Radfahrer © Foto: Erwin Habisch

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