Vorfahrt für das Fahrrad – Fahrradstraßenring ausweisen


Lüneburg braucht in der Innenstadt einen Fahrradstraßenring mit Vorfahrt an Kreuzungen und Einmündungen. Die verkehrsberuhigten Straßen dafür sind weitgehend schon da. Sie müssen nur zu Fahrradstraßen umgewidmet werden. Nur so kommen wir hier zur "Vorfahrt für das Fahrrad". Die sollten wir seit dem schon 1990 gefaßten Ratsbeschluß eigentlich längst im gesamten Stadtverkehr als Radler haben. Bisher nehmen hier aber die Kraftfahrzeugführer Vorrang für sich in Anspruch - sogar in Teilen der Fußgängerzone. Hier muß die Politik endlich handeln.

Öffnet externen Link in neuem FensterHier können Sie sich genau ansehen, wie wir uns die Strecke vorstellen.

Wozu ein Fahrradstraßenring?

Fahrradstraßen werden dort eingerichtet, wo viel Radverkehr vorhanden ist, erwartet wird oder gebündelt werden soll. Sie sind entscheidend dafür, dass sich die zögerlichen 60 Prozent der Bevölkerung trauen, in ihrer Stadt die mehr oder minder kurzen Alltagswege mit dem Fahrrad zu machen. Fast alle Lüneburger wohnen weniger als 5 Kilometer von der Innenstadt entfernt. Sie brauchen in die Innenstadt im Tür-zu-Tür-Verkehr Öffnet externen Link in neuem Fensterweniger als eine halbe Stunde mit dem Fahrrad. Radverkehrswege bis zur Innenstadt genügen nicht. Ein bündelnder Fahrradstraßenring, wie ihn beispielsweise Öffnet externen Link in neuem FensterMünster in Westfalen schon hat, muß Radler in der Innenstadt sicher, komfortabel und schnell zu ihren Zielen bringen.
Der Fahrradstraßenring hat für Radfahrer denselben Zweck wie der Stadtring für Kraftfahrzeuge. Er bietet parallel zum Stadring eine Strecke an, die lärmarm, sicherer und ohne störende Wartezeiten an Ampeln gutes Vorankommen mit dem Fahrrad ermöglicht.

Fahrradstraßen können für Anlieger und öffentliche Verkehrsmittel freigegeben werden. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt. Der Radverkehr hat Vorrang. Er darf weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahrzeugverkehr die Geschwindigkeit weiter verringern.

 

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