Mindestabstand beachten! 1,5 Meter innerorts

© Foto Hansestadt Lüneburg

ADFC, Verkehrswacht und Hansestadt haben gemeinsam am 5. Mai jeweils ein mal drei Meter große Banner in beiden Fahrtrichtungen an der Bahnbrücke über der Willy-Brandt-Straße angebracht. „Mindestabstand beachten! 1,5 Meter innerorts“, ist darauf zu lesen, dazu ein großer Doppelpfeil zwischen einem Auto und einem Radfahrer. Initiiert wurde die Aktion in Lüneburg vom ADFC. Ziel ist es, den Blick der Autofahrerinnen und Autofahrer auf den Mindestüberholabstand von 1,5 Metern innerorts zu richten.
"Viele machen sich schlicht keine Gedanken darüber, wie eng sie beim Überholen an den Radfahrern vorbeifahren", sagt Burkhard von Roeder, Vorstandsmitglied des ADFC. Er betont: "Wir wollen keine Feindbilder schüren, sondern für ein besseres Miteinander werben."
Das Einhalten von ausreichend Abstand beim Überholen müsse eine Selbstverständlichkeit sein, damit auch Eltern ihre Kinder guten Gewissens mit dem Rad fahren lassen können, ergänzt Martin Schwanitz von der Verkehrswacht. "Das Sicherheitsgefühl trägt dazu bei, dass mehr Leute aufs Fahrrad steigen. Und das wollen wir ja alle", fügt Schwanitz hinzu.
"Von Seiten der Stadt unterstützen wir die Aktion gerne, da wir immer wieder hören und als Radfahrende selbst erfahren, dass auch in Lüneburg zu wenig bekannt ist, welcher Überholabstand zu Radfahrenden einzuhalten ist", erklärt Maike Tesch aus dem Team Mobilität der Hansestadt Lüneburg. "Für mehr gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr zu werben ist wichtig, denn nicht überall ist eine getrennte Verkehrsführung möglich und sinnvoll." Die Finanzierung der Banner übernimmt daher die Hansestadt.
Der Mindestüberholabstand von 1,5 Metern innerorts gilt auch dort, wo es Radfahr- oder Schutzstreifen gibt. Außerorts beträgt der Mindestabstand beim Überholen von Fußgängern, Radfahrerinnen und E-Roller-Fahrenden sogar zwei Meter. Das gilt seit einer Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) vom 28. April 2020. Zuvor hatte die StVO lediglich einen ausreichenden Seitenabstand vorgeschrieben, der allerdings schon seit einigen Jahren durch gefestigte Rechtsprechung auf mindestens 1,5 Metern konkretisiert worden war.
Die Banner wurden jetzt nach vier Wochen an der Bahnbrücke abgehängt.

Fahrradklimatest 2020 - Alarmsignal für Lüneburg und Uelzen

Lüneburg und Uelzen sind beim ADFC-Fahrradklimatest 2020 deutlich schlechter als bei der vorangegangenen Befragung 2018 bewertet worden. Hinter den Durchschnittsnoten vier bzw. vier minus steckt bei 11 (Lüneburg) bzw. 20 (Uelzen) der 27 Einzelfragen die Schulnote "mangelhaft". Sicherheitsrelevante Fragen sind in beiden Städten fast durchgängig als mangelhaft bewertet worden. Mehr Details erfahren Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

Für ein fahrradfreundliches Lüneburg

Wir vertreten die Interessen der Lüneburger RadfahrerInnen, setzen uns dafür ein, dass Radfahren in Lüneburg und Umgebung einfacher, komfortabler und sicherer wird, um vielen Menschen den Umstieg auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern.

Wir wollen eine Radverkehrsförderung, die mehr Menschen motiviert, vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen und damit häufiger und längere Strecken zu fahren. Nur so lässt sich der Radverkehrsanteil auf allen zurückgelegten Wegen und die Radverkehrsleistung erhöhen. Dafür muss die Radverkehrsförderung gezielt die Hindernisse beseitigen, die viele Menschen vom Radfahren abhalten, sowie auf die Bedürfnisse der potenziellen Fahrradnutzer eingehen. Wer Angst auf dem Fahrrad hat, fährt stattdessen meistens mit dem PKW.

Deutschlandweit sind 65 % aller Autofahrten kürzer als 5 Kilometer. Mehr als die Hälfte ist sogar kürzer als 2 Kilometer! Das sind Strecken, die man im innerstädtischen Tür-zu-Tür-Verkehr (also einschließlich Parkplatzsuche) mit dem Fahrrad schneller zurücklegen kann als mit dem Kfz. Diese Kurzstreckenfahrten gilt es so weit wie möglich auf das Fahrrad zu verlagern. Lüneburg bietet mit einer maximalen Entfernung von 5 Kilometern zum Stadtzentrum eine sehr gute Voraussetzung dafür.

Wir treffen uns regelmäßig am 1. Dienstag des Monats um 19:30 Uhr im Veranstaltungsraum im 1. Obergeschoss des Öffnet externen Link in neuem FensterHeinrich-Böll-Hauses (Katzenstraße 2 in Lüneburg).
Aufgrund der Vorschriften zur Corona-Abwehr finden aktuell unsere Treffen virtuell statt!
Interessenten schreiben an: ADFC-Meeting[.at.]t-online.de.

Neben verkehrspolitischen Aktivitäten werden regelmäßig Öffnet internen Link im aktuellen FensterRadtouren für jedermann veranstaltet. Der ADFC steht für alle Fragen rund ums Fahrrad zur Verfügung.

Grünpfeil für Radfahrer

Seit dem 28.4.2020 erlaubt die StVO Grünpfeile zum Rechtsabbiegen für Radfahrer. Hier zeigen wir Stellen, an denen wir uns dies vorstellen können.
Wichtig: Bei roter Ampel muss - genauso wie beim Grünpfeil für Kfz - vor dem Abbiegen angehalten werden.

  1. Scholze-Kreuzung
    Hier sind Grünpfeile für die Radwege aus allen drei Richtungen (in nördlicher Richtung gibt es keinen Radweg in der Schießgrabenstraße) sinnvoll. Die Kreuzung ist übersichtlich.
    Das Foto zeigt die Abbiegemöglichkeit von der Lünertorstraße in den Schifferwall. (Zum Vergrößern des Fotos draufklicken.)
Lünertorstraße in Blickrichtung Westen (© Foto: Erwin Habisch)

2. Egersdorffstraße in Richtung Bastionstraße

Bei vom Graalwall nach links in die Bastionstraße abbiegendem Kfz-Verkehr müssen Radfahrer in der Egersdorffstraße hier auch dann stehen bleiben, wenn gar keine vom Graalwall kommenden Radfahrer hier in die Bastionstraße einbiegen. Konflikte mit Kfz gibt es nicht, weil in der Bastionstraße in dieser Richtung ein Fahrradstreifen abmarkiert ist. Fußgänger auf der Fußgängerfurt in der Bastionstraße sind rechtzeitig im Sichtfeld.

Egersdorffstraße Blickrichtung Westen (© Foto: Konrad Bäumer)

3. Kreuzung Soltauer Straße - Scharnhorststraße - Ovelgönner Weg

An dieser Kreuzung sind Grünpfeile für Radfahrer aus allen Richtungen möglich. Die Kreuzung ist übersichtlich.
Der in Richtung Süden führende rechtsseitige Gehweg sollte in einen Radweg umgewidmet werden, da die Überführung auf die linke Seite im Kreuzungsbereich wegen fehlenden Aufstellflächen und gemeinsamer Nutzung mit Fußgängern auf beiden Seiten konfliktträchtig ist und der Gehweg auf der Westseite kaum von Fußgängern genutzt wird. In Höhe Hasenburger Weg ist für die Querung der Soltauer Straße sehr viel mehr Raum vorhanden.

 

Soltauer Straße vor Einmündung Ovelgönner Weg in Blickrichtung Süden (© Foto: Konrad Bäumer)

Sicherheit von Radfahrern

Video des öffentlichen Vortrags von Prof. Dr. jur. Dieter Müller vom Mittwoch, 30. Oktober 2019
hier zum Ansehen

Dieter Müller geht in seinem Vortrag unter anderem auf die rechtlichen Folgen des Mindestabstandes beim Überholen von Radfahrern sowie auf Konflikte beim Abbiegen ein.

Überholen von Radfahrenden unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern

Das Ziel ist klar vorgegeben:
Auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene gibt es klare Vorgaben, dass der Radverkehrsanteil deutlich steigen soll.
In Lüneburg soll der Anteil von Radfahrern mittelfristig 30 % vom gesamten Verkehrsgeschehen ausmachen. Dabei soll sich auch die Sicherheit der Radler erhöhen.

Ein unterschätztes Kriterium, um das Verkehrsmittel Fahrrad zu nutzen, ist die „gefühlte Sicherheit“.
Diese leidet insbesondere dann, wenn sich Radler eine Fläche mit dem motorisierten Verkehr teilen müssen.
Dies gilt auch bei Radfahr- und Schutzstreifen. Sie trennen zwar Auto- und Radverkehr, aber die schnellen Fahrzeuge sind den Radlern beim Überholen oft so nahe, dass Letztere sich bedrängt und gefährdet fühlen. Die Fahrstreifenlösung schneidet trotzdem insgesamt in der realen Verkehrssicherheit besser ab, als der Bordsteinradweg.
Die gefühlte Unsicherheit wird zudem „vererbt“: Nicht selten wird es Kindern nicht erlaubt, mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs zu sein.

Was sagt das Verkehrsrecht dazu?
Der § 5, Absatz 4, Satz 1-3 der neuen Straßenverkehrsordnung vom 28.4.2020 formuliert das präzise:
Wer zum Überholen ausscheren will, muss sich so verhalten, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist. Beim Überholen muss ein ausreichender Seitenabstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern eingehalten werden. Beim Überholen mit Kraftfahrzeugen von zu Fuß Gehenden, Rad Fahrenden und Elektrokleinstfahrzeug Führenden beträgt der ausreichende Seitenabstand innerorts mindestens 1,5 m und außerorts mindestens 2 m.
„Mindestabstand“ bedeutet, dass man noch mehr Platz lassen muss, wenn Umstände wie Wind, Steigung, Regen, Alter und Fahrweise des Radfahrers, Glätte und vor allem die gefahrene Geschwindigkeit des Überholenden es erfordern.

Warum der Mindestabstand – auch in Lüneburg – häufig unterschritten wird, könnte an folgenden Gründen liegen:

  1. Der Überholer kennt die Vorschrift nicht.
  2. Der Überholer schätzt den Mindestabstand von 1,50 m falsch ein.
  3. Der Überholer setzt sich aus egoistischen Motiven (Überholen, um schneller voranzukommen) bewusst über diese Regel hinweg.

Burkhard von Roeder (ADFC Lüneburg):
"Ich empfehle den Lüneburger Radfahrern, mit dem Rad nicht am rechten Bordstein zu „kleben“: „Fahrt selbstbewusst ca. 70 Zentimeter bis 1 Meter neben dem Bordstein. Das dient der eigenen Sicherheit und schützt vor zu dichtem Überholen.
So dürfen z.B. in der 20 km/h-Zone der „Neuen Sülze" und der "Salzstraße“ Radfahrer nicht von Kfz überholt werden. Wer hier trotzdem überholt, fährt entweder mit wenigen Zentimetern Abstand am Radfahrer vorbei oder weicht rechtswidrig auf den stadteinwärts führenden Radweg aus.
Unsere gemeinsame Dokumentation mit der Verkehrswacht Lüneburg finden Sie Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

30 Jahre ADFC Lüneburg

Am 1. Juli 1989 kündigte die Landeszeitung für die Lüneburger Heide die Gründungsversammlung der Ortsgruppe Lüneburg des ADFC am 11. Juli an. Am 5. August berichtete sie darüber.
Von Anfang an haben wir uns verkehrspolitisch für die Belange der Radfahrer eingesetzt und Fahrradtouren angeboten.
Was sich seit der Gründung getan hat, ist in einer Festschrift schlaglichtartig dargestellt, die sie Leitet Herunterladen der Datei einhier herunterladen können.

Aktion "Bitte freimachen"

Derzeit werden den Radverkehrswegen etwa 3 Prozent der Verkehrsflächen zugebilligt. Und dieser lächerlich kleine Anteil wird ständig durch geparkte Kraftfahrzeuge blockiert - in Lüneburg beispielsweise an der Neuen Sülze. Da sollte man jedem Parksünder die rote Karte zeigen. Im ADFC-Büro gibt's dafür Postkarten zum hinter-den-Scheibenwischer-Klemmen, und zwar diese hier:

ADFC-Pannenhilfe für Mitglieder

adfc Pannenhilfe

Telefonnr.: 0221/82 77 94 22 - exklusiv für ADFC-Mitglieder (bitte Mitgliedsnummer bereithalten)

Stadtradeln 2021

Es ist wieder so weit:

  • Vom 7.6. an ist in Uelzen Stadtradeln,
  • ab dem 14.6. in Stadt und Landkreis Lüneburg.

 Mehr Infromationen dazu hibt es Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.

Kommunalwahl 2021

Zur Wahl von OberbürgermeisterIn und Stadtrat der Hansestadt Lüneburg haben wir verkehrspolitisch Wahlprüfsteine erarbeitet.

Wir haben Sie an die KandidatInnen und an die im Rat vertretenen Parteien verschickt.

Leitet Herunterladen der Datei einHier kann man sie sich herunterladen und die Kandidaten des eigenen Wahlbezirks befragen.

Fahrradsternfahrt nach Hamburg

Der ADFC Lüneburg beteiligt sich an der Öffnet externen Link in neuem FensterFahrradsternfahrt nach Hamburg der Initiative "Mobil ohne Auto" am 20.6.2021. Start ist um 8:30 Uhr am Bahnhof Lüneburg.

Infoladen A K T U E L L

Unser Öffnet internen Link im aktuellen FensterInfoladen ist ab 12. Juni wieder Samstags von 10 - 12 Uhr geöffnet.

Radtourenprogramm 2021

Das neue Radtourenprogramm ist fertig. Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier erfahren Sie näheres.

Fahrradstraßenring abfahren!

© Foto: Tobias Neumann

Wir fahren den Öffnet internen Link im aktuellen FensterFahrradstraßenring jeweils am letzten Freitag im Monat ab.
Jeder kann mitfahren und sehen, wie sinnvoll der Fahrradstraßenring ist.
Wegen der Allgemeinverfügungen des Landes Niedersachsen ist die Tour im April nicht möglich.
Ob wir im Mai wieder fahren dürfen, ist nicht absehbar. Sie erfahren es hier, wenn es wieder möglich ist.

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